Essstörungen sind keine Ernährungsstörungen. Vielmehr stellen sie Hilferufe dar, die das Leben der Betroffenen meist massiv beeinträchtigen und häufig weitreichende seelische, körperliche und auch soziale Konsequenzen haben.
Die Essstörung ist häufig nicht das eigentliche Problem, sondern kann als Versuch verstanden werden, für ein Problem oder eine belastende Lebenswirklichkeit eine Lösung zu finden – also ein (missglückter) Selbstheilungsversuch. Die Essstörung wird eingesetzt als Trost, zum Unterdrücken unangenehmer Gefühle, zum Vermeiden von Konflikten, als Machtmittel.
Essstörungen haben unterschiedliche Ausprägungen. Die häufigsten sind
Dieses gegen den eigenen Körper gerichtete schädigende (Ess-)Verhalten ist häufig die Folge einer Lebensrealität mit widersprüchlichen Anforderungen, hohem Druck und Überforderung sowie dem Wunsch nach Perfektion.
Das vorherrschende weibliche Rollenbild in unserer Gesellschaft lässt wenig Spielraum für individuelles Anderssein und Eigensinn. Der Versuch dem beinahe allgegenwärtigen Schlankheits-, Schönheits- und Jugendideal zu entsprechen kann Frauen krank machen.
Wenn die Frauen die Funktion der Essstörung erkennen und sich selbst wieder akzeptieren lernen, mit all ihren Stärken und Schwächen, dann kann die Lebensfreude zurückkehren und die Essstörung überflüssig werden.
IMPULS bietet
Einzelberatungen und bei Bedarf auch Beratungsreihen für Betroffene
und auch für die Angehörigen oder Vertraute an.
Außerdem gibt es ein Gruppenangebot für Betroffene
dienstags von 18.00 - 20.00 Uhr, 14-tägig, jeweils 10 Abende, mit halbjährigem Neustart für Einsteigerinnen.
Ein verbindliches Vorgespräch ist Voraussetzung für die Teilnahme.
Seit 2009 gibt es ein spezielles Gruppenangebot für weibliche Angehörige bei einer Essstörung in der Familie, an dem unter anderem Mütter von erkrankten Jugendlichen teilnehmen.
Nähere Informationen finden Sie unter Aktuelles und bei Gruppenangeboten
Ansprechpartnerin bei Essstörungen ist Maria Peeters